Interreligiöser Dialog? – Aktuelle Problemlagen und zukünftige Herausforderungen - Diskussionsveranstaltung

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Am 14. November geht es um die Praxis des interreligiösen Dialogs. Fragen, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Bereich der Religionspädagogik und der Religionssoziologie beantworten, sind: „Was ist überhaupt interreligiöser Dialog und was kann er leisten, damit verschiedene Religionsgemeinschaften und nicht konfessionell Gebundene friedlich zusammenleben können?“, „Was bringen interkulturelle und interreligiöse Kontakte in Bezug auf die Verbesserung des Zusammenlebens unterschiedlicher Kulturen?“, „Wie funktioniert interreligiöser Dialog eigentlich in anderen Städten?“ Dazu sind alle interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer angesprochen, mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu diskutieren. In einer abschließenden Podiumsdiskussion sollen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Religion und Wissenschaft gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern die Ergebnisse aus den Vorträgen und Diskussionsgruppen reflektieren.

Ort: Mediencampus Villa Ida, Poetenweg 28, 04155 Leipzig

Programmablauf

10.00 Uhr - Einführende Worte und Begrüßung der Teilnehmer
(Peter Niemann, Bürgerverein Gohlis e. V.)

10.15 Uhr - Eröffnungsvortrag (45 Minuten) mit anschließender Diskussion (60 Minuten): Du siehst etwas, was ich nicht sehe. Interreligiöser Dialog als Mittel gegen beschränkte Perspektiven? (Frank Lütze, Universität Leipzig)

12.00 Uhr - Mittagspause

13.00 Uhr - Kurzvorträge (jeweils 30 Minuten + 15-minütige Diskussion):

„Interkulturelle und interreligiöse Kontakte in West- und Ostdeutschland als Chance zum Abbau von Islamfeindlichkeit?“ (Alexander Yendell, Universität Leipzig)

„Interreligiöser Dialog in Hamburg: Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen“
(Anna Körs, Akademie der Weltreligionen Hamburg)

15.30 Uhr - Kaffeepause

16.00 Uhr - Podiumsdiskussion zum Thema „Wie steht es um den interreligiösen Dialog in Gesamtdeutschland und hier bei uns in Leipzig, was kann so bleiben,
was muss verbessert werden?“

17.00 Uhr - Ende der Veranstaltung

Auf dem Podium:

Dorothea Arndt (Stv. Superintendentin d. Ev.-Luth. Kirchenbezirkes Leipzig)
Dr. Anna Körs (Vizedirektorin der Akademie der Weltreligionen Hamburg)
Dr. Rashid Nawaz (Regionaler Vorsitzender der Ahmadiyyaa-Muslim-Gemeinde)
Dr. Skadi Jennicke (Initiative Dialoge für Gohlis)
Felizia Merten (Herder Korrespondenz Berlin)

Moderation: Alexander Yendell (Universität Leipzig)

Hintergrund:

Studien zu Einstellungen der deutschen Bevölkerung zeigen, dass die Deutschen mehrheitlich eine reservierte Haltung gegenüber religiöser Vielfalt haben. Insbesondere der Islam und die Muslime werden von der Mehrheit der Deutschen als Bedrohung wahrgenommen – im Osten sind negative Haltungen noch etwas stärker ausgeprägt als im Westen Deutschlands. Für den interreligiösen Dialog stellen die negativen Einstellungen eine besondere Herausforderung dar. Daher muss man zum Zwecke eines erfolgreichen Dialogs zunächst einmal verstehen, warum bestimmte Bevölkerungsgruppen negative Einstellungen gegenüber als fremd wahrgenommenen Kulturen und Religionen entwickeln, um dann Möglichkeiten für einen konstruktiven interreligiösen Dialog aufzuzeigen.

Die Veranstaltungen werden gefördert im Rahmen des Landesprogramms Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz. Unterstützter sind der Bürgerverein Gohlis e. V., die Initiativen Weltoffenes Gohlis und Dialoge für Gohlis, das Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig sowie die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig.


Eintritt und Kost sind frei.

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